Growset selbst zusammen bauen

WELCHE GROWBOX FÜR ANFÄNGER?

Lesezeit: ca. 4 – 5min

Du bist neu im spannenden Indoor-Garten-Bereich und möchtest eine Lösung, die sich gut eignet?

Perfekt, hier erläutern wir die unterschiedlichen Möglichkeiten und Entscheidungsgrundlagen für den perfekten Heimgarten. Eine Growbox ist im Regelfall ein Indoor-Garten für die Kultivierung von Pflanzen. Hier gibt es diverse Modelle, Arten und dahinterliegende Prozesse. Automatisierungsgrad und Komplexität des jeweiligen Gartens haben dabei einen Einfluss auf die Eignung für Einsteiger und Anfänger.

Für die einfachere Lesbarkeit wird der Begriff Growbox als Überbegriff für die unterschiedlichen Arten der Indoor-Gärten wie Growschrank, Growraum, Growkammer usw. verwendet. Im Endeffekt geht es immer darum, in einem wie auch immer gearteten Gehäuse die jeweiligen Bedingungen zu schaffen, die es den gewünschten Pflanzen erlaubt, dort ganzjährig zu wachsen.

Das ist sozusagen die Mindestanforderung. In weiteren Schritten kommen natürlich noch weitere Faktoren hinzu, die eine mehr oder weniger wichtige Rolle einnehmen. Kosten, Verbrauch, Erweiterbarkeit, Komplexität, Regelbereiche, Regelkonstanz, Automatisierungsgrad, Verlässlichkeit und Fläche sind weitere Beispiele die in der Entscheidungsfindung ein nicht unwesentlicher Faktor sind.

Um die richtige Growbox für Anfänger zu finden, muss man sich zuerst selbst die Frage stellen, was das gewünschte Ziel sein soll. Startet man als Quereinsteiger eine Recherche zu dem Thema Growbox wird man von der Vielzahl an Content vermutlich sehr schnell überfordert sein. Massen an Equipment und Möglichkeiten werden in der Suche heraus gewürgt und sorgen vermutlich für Ernüchterung hier schnell Antworten zu finden. Man wird sich wundern, was es mittlerweile alles gibt. Von hydroponischen Systemen, bis hin zu schlauen Leuchten findet sich schon so einiges in den diversen Shops. Doch was passt zusammen, was brauche ich wirklich und wie starte ich dann mein neues Projekt?

Damit man sich nicht schon vor dem ersten Indoor-Gartenprojekt augenrollend den grünen Daumen absäbeln möchte, versuchen wir uns mit einfachen Mitteln anzunähern.

WIE FINDE ICH DIE BESTE GROWBOX FÜR ANFÄNGER

Zu Beginn sollte man sich zuerst die Frage stellen, in welchen Bereichen man ein Anfänger ist. Geht es um Technik/das Setup an sich oder eher um die Handhabung mit Pflanzen? Kurzum: Habe ich zwei linke Hände oder einfach keinen grünen Daumen? Ein geeigneter Gradmesser sind oft die Pflanzen zu Hause, denn wenn selbst die Kakteen den Trockentod sterben, kann man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit an Growboxen orientieren, die bezüglich Pflanzen den Großteil übernehmen. Am besten ist dabei ein möglichst hoher Automatisierungsgrad. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit minimiert, dass das Gießen vergessen wird oder das System mit Einstellungen die Pflanzen penetraiert, die es ausschließlich Wüstenpflanzen ermöglichen zu wachsen.

Ein System, welches momentan einen sehr hohen Automatisierungsgrad bietet, ist das System von Fridge Grow. Hier werden nicht nur die Klimaparameter völlig automatisch und stabil am Optimum gehalten, es wird auch das Gießen zum Großteil vom System übernommen. So richtig bequem wird es dann mit der mitgelieferten App, die zwar keine Daten und Spuren im Internet hinterlässt, aber dennoch die Überwachung und Regelung komfortabel von der Couch aus erlaubt. Dabei wird vom Samen bis zur Trocknung alles in vordefinierten Klimaprogrammen abgebildet, sodass man nur mehr das Klimaprogramm auswählt und sich zumindest über viele Dinge keine Sorgen mehr machen muss.

Bei der besten Auswahl für das gewünschte Grow-Setup sollten Themen wie Platz, Lärm, Komfort und Automatisierungsgrad unter allen Umständen beachtet werden. Die gewünschte Art der Pflanzen sowie die Wohnsituation haben ebenso Einfluss wie auch das anvisierte Budget.

Bevor wir in das Detail gehen, muss die Frage zu den grundlegenden Komponenten geklärt werden.

WORAUS BESTEHT EINE GROWBOX?

Eine Growbox besteht aus einem

  • Gehäuse,
  • einer Lichtquelle
  • einem Lüfter
  • einem Aktivkohlefilter ( kurz AKF)

Zusatzmaterial

  • Schlauch für Zu- bzw. Abluft
  • Umluftventilator
  • Aufhängung für Licht

Soweit die Technik, aber es fehlt dann noch die „Wohnung“ für die Pflanze oder die Pflanzen. Im Regelfall genügt ein Topf mit Erde und je nach Bedarf natürlich auch eine entsprechende Düngung. Zu genau werden wir an dieser Stelle jedoch nicht ins Detail gehen und uns diesem Thema ein anderes Mal widmen. In vielen Sets findet sich dann auch noch ein Aktivkohlefilter, welcher bei stark riechenden Pflanzen sehr zu empfehlen ist. Viele Shops bieten diese „Grundlagen“ in Sets an.

Im Falle von geschlossenen Systemen wie Fridge Grow besteht das Komplettset aus

  • Gehäuse: Kühlschrank
  • LED
  • Umluftventilatoren
  • Heizung
  • CO2-Set
  • Blech für die Wasserrückführung zur Pflanze
  • Montagematerial


WAS SIND DIE KLASSISCHEN GROW – KOMPLETTSETS?

Starten wir mit der wohl bekanntesten Lösung im Privatbereich. Die meisten Komplettsets bestehen aus einem Zelt, einem Lüfter, Lichtquelle und Aktivkohlefilter. Im Regelfall sind noch Kleinteile für die Montage, Umluftventilatoren, Schläuche für die Lüfter oder Töpfe mit dabei. Je nach Art des Sets, kann man damit schon loslegen.

Gehäuse

Ein sogenanntes Grow-Zelt ist in vielen Größen verfügbar.
Das ist das Gehäuse und schützt die Pflanzen und bildet sozusagen den Pflanzraum. Es ist ein Sichtschutz bzw. Lichtschutz und bietet die Möglichkeit die klimatischen Bedingungen in einem bestimmten Rahmen zu beeinflussen.

Lichtquelle

In den meisten Fällen wir mittlerweile ein LED-Lampe für die Bestrahlung der Pflanzen verwendet. Natriumdampflampen oder XXX waren vor vielen Jahren noch der Standard, haben nach wie vor einige Fürsprecher, aber mittlerweile haben sich LED Lampen vor allem im Privatbereich durchgesetzt. Ohne auf die Technik im Details einzugehen, haben LED Lampen eine geringere Wärmeentwicklung und sind in sehr vielen Formen und Arten verfügbar. Das primäre Ziel der Lichtquelle ist es die Pflanze zur Photosynthese zu bewegen. Es wird vereinfacht gesagt damit die Sonne simuliert.

Lüfter

Lüfter sind nicht nur laut, sondern sorgen auch für die Durchlüftung des Systems. Durch die steigende Luftfeuchtigkeit aufgrund der Verdunstung, dem Schwitzen, der Pflanzen ist eine Durchlüftung in allen Systemen die nicht geschlossen sind (so wie Fridge Grow) ist ein Luftaustausch notwendig. So wird die feuchte Luft nach außen ausgebracht und frische Luft kommt ins System. Dabei werden natürlich aber auch die Klimabedingungen vom Aufstellungsraum in das Innere zur Pflanze gesaugt. Das kann unter Umständen auch problematisch sein, vor allem bei sehr warmen oder kalten Temperaturen. Daher sind solche Systeme vor allem im Sommer alles andere als ein Kinderspiel. Hat es im Raum 30 Grad beispielsweise, bekommt die Pflanze die warme Luft ab und durch die Wärmeentwicklung der LED wird das Problem von hoher Temperatur noch weiter verschärft. Dennoch haben diese Systeme auch einen Vorteil, denn durch dieses Vorgehen, ist das Setup technisch gesehen relativ einfach und man hat bei der Auswahl der Lüfter mittlerweile eine sehr große Bandbreite an Geräten. Die Fülle an Geräte macht es jedoch wieder schwierig für Garten-Rookies das passende Gerät zu finden. AC, EC, dimmbar oder nicht, Silent Box usw.. Im Detail werden wir aber hier nicht näher auf die unterschiedlichen Lüfter eingehen. Wichtig zu wissen ist, dass die Lüfter je nach Größe und Leistung auch entsprechend laut sind und daher sollte man sich gut überlegen wo man den Garten später aufstellen möchte.

AFK

Der AKF ist quasi mit dem Lüfter in einer Lebensabschnittspartnerschaft und sorgt dafür, dass die Luft die aus dem System kommt, nicht nach den ätherischen Ölen und Gerüchen des Garteninhalts riecht. Die Aktivkohle im Filter sollte dabei regelmäßig gewechselt werden.

In geschlossenen Systemen fallen die Komponenten Lüfter und AKF komplett weg, dafür kommen aber eine Heizung (Temperaturausgleich), CO2-Set für die Versorgung der Pflanze mit CO2 (da kein Luftaustausch stattfindet) und ein Kühlschrank für die Kühlung und Entfeuchtung.

WAS IST NUN DIE BESSERE GROWBOX FÜR ANFÄNGER?

Am besten eignen sich vollautomatische geschlossene Systeme, da diese die Gefahr von Fehlern minimieren und ohne viel Aufwand erfolgreiche Ernten zulassen. Eines dieser Systeme ist Fridge Grow, wo es ein komplettes Umbaukit gibt und man sich keine Sorgen um das Klima oder die Bewässerung machen muss. Mittels App und vordefinierten Klimaprogrammen können auch Quereinsteiger vom Samen bis zur Trocknung problemlos Pflanzen kultivieren. Zudem ist das System sehr leise, unauffällig und minimiert aufgrund des Prozesses die Gefahr von Schimmel. Auch wenn der Umbau zu Beginn vielleicht etwas schwierig aussieht, so kann dieser relativ einfach und ohne Werkzeug durchgeführt werden. Zudem gibt es Videos, Foren usw., wo man sich informieren und mit erfahrenen Usern austauschen kann.

Nachdem nun die unterschiedlichen Systeme näher erläutert wurden, wird schnell klar, dass die Vielzahl an Optionen für den konventionellen Markt, den Zelten, sehr überfordernd für Beginner sein kann. In manchen Shops kann man zwar sehr gute und kompetente Beratung bekommen, aber leider ist das nicht immer so. Generell sollte für Beginner der Automatisierungsgrad möglichst hoch sein, um Fehler zu vermeiden und zudem sollte auch der Einfluss auf Störfaktoren minimiert werden.
Das heißt, man hat eine geringere Gefahr eines Ernteausfalls und muss sich auch nicht gleich von Beginn an mit der Technik, der Pflanze und dem Prozess auseinandersetzen und kann auch ohne großes Wissen erfolgreich ernten.

Klarerweise gibt es auch Zeltsysteme, die relativ einfach zu bedienen und aufzubauen sind, jedoch bleibt es am Ende nicht aus, sich näher mit den Pflanzen und der Pflege auseinanderzusetzen.
Auch für diese Systeme eignet sich ein hoher Automatisierungsgrad und Monitoring für eine einfache Handhabung. Mit Flexo Grow kann man zum einen Monitoring betreiben, sprich man sieht die Werte am Handy oder Browser und kann so sehen, ob alles im grünen Bereich ist und zum anderen können Geräte automatisch geregelt werden. Dazu müssen die Geräte nur in die smarten Steckdosen gesteckt werden. Damit kann man je nach Bedarf ganz einfach und ohne Verkabeln die Geräte von selbst regeln lassen, ohne sich ständig Sorgen machen zu müssen.


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